CAROLINE KROMER.Strafverteidigung München
STRAFVERTEIDIGUNG MÜNCHEN · 089 41613831 · kanzlei@kromer-legal.de
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STRAFRECHT WISSEN / ERMITTLUNGSVERFAHRENMÜNCHEN · STRAFVERTEIDIGUNG

ANWALT ERMITTLUNGSVERFAHREN MÜNCHENERMITTLUNGSVERFAHREN.Strafverteidigung ab dem ersten Tatverdacht.

Anfangsverdacht. Schweigerecht. Akteneinsicht. Durchsuchung. Beschlagnahme. Einstellung. Strafbefehl. Anklage.

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STRAFVERTEIDIGUNG MÜNCHEN KONTAKT AUFNEHMEN → Schweigerecht · Akteneinsicht · Verteidigungsstrategie
01 / ERMITTLUNGSVERFAHREN
WENN DER VERDACHT ZUM VERFAHREN WIRD

Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren.

Ein Ermittlungsverfahren wird häufig eingeleitet, ohne dass der Betroffene zunächst davon erfährt. Anlass kann eine Strafanzeige sein. Ebenso können Polizei oder Staatsanwaltschaft durch eigene Wahrnehmungen, Aussagen von Zeugen, Kontrollen, digitale Spuren oder Mitteilungen anderer Behörden Kenntnis von einer möglichen Straftat erlangt haben.

Die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens bedeutet weder, dass der Tatvorwurf bewiesen ist, noch, dass es später zu einer Anklage oder Verurteilung kommt.

02 / VERTEIDIGUNGERST DIE AKTE. DANN DIE EINLASSUNG.

Vor einer Stellungnahme sollte bekannt sein, welcher konkrete Vorwurf besteht, welche Beweismittel vorliegen und welche Aussagen bereits dokumentiert sind.

BESCHULDIGTENRECHTE IM ÜBERBLICK↓
VERDACHT→ERMITTLUNG→AKTENEINSICHT→ENTSCHEIDUNG
02 / BEGINN DES ERMITTLUNGSVERFAHRENS

Wie beginnt ein Ermittlungsverfahren?

Anfangsverdacht als Voraussetzung

Ein Anfangsverdacht liegt vor, wenn es nach kriminalistischer Erfahrung möglich erscheint, dass eine verfolgbare Straftat begangen worden ist. Erforderlich ist damit die Möglichkeit einer späteren Verurteilung. Bloße Vermutungen reichen nicht aus.

Diese Möglichkeit setzt voraus, dass eine Tat begangen worden sein kann, dass sich dieser Sachverhalt unter einen Straftatbestand fassen lässt, dass die Tat mit prozessual zulässigen Beweismitteln nachgewiesen werden könnte und dass keine Verfahrenshindernisse entgegenstehen.

Ein Verdachtsgrad, der bereits die Erhebung der Anklage rechtfertigen würde, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht erforderlich. Das hierfür notwendige Tatsachen- und Beweismaterial soll gerade erst im Ermittlungsverfahren gesammelt und ausgewertet werden.

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ERST DIE AKTE. Dann die Strategie.

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03 / STAATSANWALTSCHAFT · POLIZEI · GERICHT

Wer führt das Ermittlungsverfahren?

Staatsanwaltschaft, Polizei und Ermittlungsrichter

Die Staatsanwaltschaft leitet das Ermittlungsverfahren. Sie ist verpflichtet, den Sachverhalt zu erforschen und verfolgbare Straftaten aufzuklären. Dabei bestimmt sie Richtung und Umfang der Ermittlungen, veranlasst weitere Ermittlungsmaßnahmen, stellt erforderliche Anträge beim Gericht und entscheidet nach Abschluss der Ermittlungen über den Fortgang des Verfahrens.

Unterstützt wird die Staatsanwaltschaft durch die Polizei. Diese führt einen erheblichen Teil der praktischen Ermittlungen durch. Sie vernimmt Beschuldigte und Zeugen, sichert Spuren, wertet Unterlagen und digitale Daten aus und führt angeordnete Ermittlungsmaßnahmen durch. Bei unaufschiebbaren Maßnahmen kann die Polizei im Rahmen ihrer gesetzlichen Befugnisse auch selbst tätig werden. Sie unterliegt dabei grundsätzlich der Sachleitungsbefugnis der Staatsanwaltschaft.

Das Gericht übernimmt im Ermittlungsverfahren insbesondere eine Kontrollfunktion. Bei besonders eingriffsintensiven Maßnahmen prüft der Ermittlungsrichter, ob die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Dies betrifft etwa den Erlass eines Durchsuchungsbeschlusses, bestimmte körperliche Untersuchungen, Beschlagnahmen, Telekommunikationsüberwachungen oder den Erlass eines Haftbefehls.

Je nach Art des Tatvorwurfs können auch weitere Behörden an den Ermittlungen beteiligt sein.

04 / ERMITTLUNGSMASSNAHMEN

Welche Ermittlungsmaßnahmen sind möglich?

Vernehmung und polizeiliche Vorladung

Der Beschuldigte kann zu einer Vernehmung vorgeladen werden. Einer bloßen polizeilichen Vorladung muss er grundsätzlich weder folgen noch ist er verpflichtet, sich zur Sache zu äußern. Vor einer Aussage sollte zunächst geprüft werden, welcher konkrete Tatvorwurf besteht und welche Erkenntnisse sich aus der Ermittlungsakte ergeben.

Mehr zur Vorladung als Beschuldigter →

Durchsuchung und Beschlagnahme

Wohnungen, Geschäftsräume, Fahrzeuge und digitale Geräte können unter den gesetzlichen Voraussetzungen durchsucht werden. Gegenstände, Unterlagen und Datenträger können sichergestellt oder beschlagnahmt werden, wenn sie als Beweismittel für das Strafverfahren von Bedeutung sein können.

Bei der Beschlagnahme eines Mobiltelefons stellt sich häufig zusätzlich die Frage, ob der Beschuldigte seine Handy-PIN herausgeben muss oder ob eine Entsperrung mittels Face ID verlangt werden darf.

Mehr zu den Voraussetzungen einer Durchsuchung →

Telekommunikationsüberwachung, Observation und verdeckte Ermittlungen

Bei schwerwiegenden Tatvorwürfen kommen auch heimliche Ermittlungsmaßnahmen in Betracht. Hierzu zählen insbesondere die Telekommunikationsüberwachung, die längerfristige Observation, der Einsatz technischer Mittel sowie der Einsatz verdeckter Ermittler. Für diese Maßnahmen gelten jeweils besondere gesetzliche Voraussetzungen.

Zeugen und Sachverständige

Im Ermittlungsverfahren werden Zeugen vernommen und Sachverständigengutachten eingeholt. Zeugenaussagen, medizinische Gutachten, aussagepsychologische Begutachtungen, technische Untersuchungen oder forensische Auswertungen können für den weiteren Verlauf des Verfahrens von erheblicher Bedeutung sein.

Vorläufige Festnahme und Untersuchungshaft

Unter den gesetzlichen Voraussetzungen kann es zu einer vorläufigen Festnahme oder zum Erlass eines Haftbefehls kommen. Untersuchungshaft setzt neben einem dringenden Tatverdacht grundsätzlich einen gesetzlichen Haftgrund und die Verhältnismäßigkeit der Inhaftierung voraus.

Soforthilfe bei Untersuchungshaft für Angehörige →

05 / RECHTE DES BESCHULDIGTEN

Welche Rechte hat der Beschuldigte?

Schweigerecht des Beschuldigten

Der Beschuldigte ist nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen. Er darf schweigen und vor einer Vernehmung einen Verteidiger befragen. Aus der Ausübung des Schweigerechts dürfen grundsätzlich keine nachteiligen Schlüsse gezogen werden.

Das Schweigerecht im Strafverfahren →

Recht auf Verteidigung

Der Beschuldigte darf sich in jeder Lage des Verfahrens durch einen Strafverteidiger beraten und vertreten lassen. Die Verteidigung kann mit den Ermittlungsbehörden kommunizieren, Akteneinsicht beantragen, Ermittlungsmaßnahmen prüfen und eine auf die konkrete Verfahrenslage abgestimmte Verteidigungsstrategie entwickeln.

Recht auf Akteneinsicht

Die Verteidigung beantragt vollumfängliche Akteneinsicht und prüft, worauf der Tatvorwurf gestützt wird und wie tragfähig der Vorwurf ist. Die Ermittlungsakte enthält regelmäßig Vernehmungen, Anzeigen, behördliche Vermerke, Gutachten, Durchsuchungsunterlagen, digitale Auswertungen und sonstige Beweismittel.

Keine eigene Einlassung ohne Aktenkenntnis

Vor einer Stellungnahme sollte zwingend bekannt sein, welcher konkrete Vorwurf besteht, welche Beweismittel vorliegen, welche Aussagen bereits dokumentiert sind und ob Widersprüche oder entlastende Umstände erkennbar sind.

Eine sachgerechte Entscheidung darüber, ob geschwiegen oder eine Einlassung abgegeben wird, ist regelmäßig erst nach Kenntnis der Ermittlungsakte möglich.

06 / ABSCHLUSS DES ERMITTLUNGSVERFAHRENS

Wie endet ein Ermittlungsverfahren?

Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts

Reichen die Ermittlungen für eine Anklage nicht aus, stellt die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein. Dies kommt insbesondere in Betracht, wenn der Tatnachweis nicht geführt werden kann, die Beweislage widersprüchlich bleibt oder kein strafbares Verhalten vorliegt. In geeigneten Fällen ist es das Ziel der Kanzlei Caroline Kromer, auf eine Einstellung des Ermittlungsverfahrens hinzuwirken.

Mehr zur Einstellung nach § 170 Abs. 2, § 153 und § 153a StPO →

Einstellung aus Opportunitätsgründen

Das Verfahren kann unter bestimmten Voraussetzungen auch trotz verbleibenden Tatverdachts eingestellt werden. In Betracht kommen insbesondere eine Einstellung wegen geringer Schuld oder eine Einstellung gegen Erfüllung von Auflagen und Weisungen. In geeigneten Fällen ist es das Ziel der Kanzlei Caroline Kromer, auf eine solche Verfahrensbeendigung hinzuwirken.

Strafbefehl

Bei geeigneten Fällen kann die Staatsanwaltschaft den Erlass eines Strafbefehls beantragen. Der Strafbefehl ermöglicht eine strafrechtliche Entscheidung ohne vorherige Hauptverhandlung. Gegen einen zugestellten Strafbefehl kann innerhalb der gesetzlichen Frist Einspruch eingelegt werden.

Mehr zum Strafbefehl →

Anklage

Hält die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung für wahrscheinlicher als einen Freispruch, erhebt sie Anklage. Anschließend prüft das Gericht im Zwischenverfahren, ob das Hauptverfahren eröffnet und die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen wird.

Mehr zur Anklageschrift und zum Zwischenverfahren →

ERMITTLUNGSVERFAHREN / VERTEIDIGUNG

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07 / ABLAUF DER VERTEIDIGUNG

Ablauf der Strafverteidigung im Überblick

01

Erste Einschätzung Ihrer Situation

Vereinbaren Sie einen Termin in der zentral gelegenen Kanzlei für Strafrecht in München. Ihre Situation, vorhandene Unterlagen und offene Fragen werden rechtlich eingeordnet.

02

Akteneinsicht und Prüfung der Aktenlage

Die Verteidigung beantragt zügig Akteneinsicht. Erst auf Grundlage der Ermittlungsakte lässt sich der Tatvorwurf zuverlässig bewerten. Dabei wird geprüft, welche Beweise tatsächlich vorliegen, ob die Vorwürfe tragfähig sind und ob rechtliche oder tatsächliche Schwachstellen bestehen.

03

Entwicklung einer Verteidigungsstrategie

Nach Auswertung der Akte wird das weitere Vorgehen abgestimmt. Je nach Verfahrensstand kommen insbesondere Schweigen, eine schriftliche Einlassung, rechtliche Einwendungen, eigene Beweisanregungen oder das Hinwirken auf eine Einstellung des Verfahrens in Betracht.

08 / STRAFVERTEIDIGUNG MÜNCHEN

Anwalt Strafrecht München im Ermittlungsverfahren

Kanzlei Caroline Kromer: Strafverteidigung in München

Die Kanzlei Caroline Kromer bietet Strafverteidigung in München und vertritt Beschuldigte im gesamten Ermittlungsverfahren. Rechtsanwältin Caroline Kromer prüft den konkreten Tatvorwurf, beantragt Akteneinsicht, bewertet die Beweislage und überprüft die Rechtmäßigkeit durchgeführter Ermittlungsmaßnahmen.

Akteneinsicht, Schweigerecht und Verteidigungsstrategie

Im Mittelpunkt stehen die Auswertung der Ermittlungsakte, die Wahrung des Schweigerechts, die Prüfung belastender und entlastender Beweismittel sowie die Entwicklung einer Verteidigungsstrategie, die der konkreten Verfahrenslage gerecht wird.

Ohne vorherige Akteneinsicht sollte regelmäßig keine eigene Stellungnahme zum Tatvorwurf abgegeben werden. Erst wenn bekannt ist, welche Erkenntnisse den Ermittlungsbehörden vorliegen, lässt sich beurteilen, ob eine Einlassung sinnvoll ist oder zunächst geschwiegen werden sollte.

FAQ / ERMITTLUNGSVERFAHREN

SCHNELLE ANTWORTEN.

Was bedeutet ein Ermittlungsverfahren?

In einem Ermittlungsverfahren prüfen Polizei und Staatsanwaltschaft, ob sich ein bestehender Anfangsverdacht bestätigt. Die Einleitung des Verfahrens bedeutet noch nicht, dass der Tatvorwurf bewiesen ist oder später Anklage erhoben wird.

Wie erfahre ich, dass gegen mich ermittelt wird?

Beschuldigte erfahren häufig durch eine polizeiliche Vorladung, eine Durchsuchung, eine Sicherstellung oder Beschlagnahme oder auf anderem Weg von dem Ermittlungsverfahren. Zu diesem Zeitpunkt können bereits Ermittlungen durchgeführt worden sein.

Was ist ein Anfangsverdacht?

Ein Anfangsverdacht liegt vor, wenn es nach kriminalistischer Erfahrung möglich erscheint, dass eine verfolgbare Straftat begangen worden ist. Bloße Vermutungen reichen hierfür nicht aus.

Wer führt das Ermittlungsverfahren?

Die Staatsanwaltschaft leitet das Ermittlungsverfahren und entscheidet über Richtung, Umfang und Abschluss der Ermittlungen. Unterstützt wird sie durch die Polizei. Bei eingriffsintensiven Maßnahmen übernimmt der Ermittlungsrichter eine Kontrollfunktion.

Muss ich einer polizeilichen Vorladung folgen?

Ein Beschuldigter muss einer bloßen polizeilichen Vorladung grundsätzlich nicht folgen und ist nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen. Vor einer Aussage sollte zunächst Akteneinsicht genommen werden.

Welche Ermittlungsmaßnahmen sind möglich?

Mögliche Ermittlungsmaßnahmen sind unter anderem Vernehmungen, Durchsuchungen, Beschlagnahmen, digitale Auswertungen, Telekommunikationsüberwachung, Observation, verdeckte Ermittlungen, Festnahme und Untersuchungshaft.

Darf ich als Beschuldigter schweigen?

Ja. Der Beschuldigte ist nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen. Er darf schweigen und vor einer Vernehmung einen Verteidiger befragen.

Wann erhält die Verteidigung Akteneinsicht?

Die Verteidigung kann im Ermittlungsverfahren Akteneinsicht beantragen. Der Umfang und der Zeitpunkt können vom Stand der Ermittlungen abhängen. Erst nach Kenntnis der Akte lässt sich der Tatvorwurf zuverlässig bewerten.

Wie endet ein Ermittlungsverfahren?

Das Ermittlungsverfahren kann durch Einstellung, Einstellung gegen Auflagen, Antrag auf Erlass eines Strafbefehls oder Erhebung einer Anklage beendet werden.

Wann erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage?

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage, wenn sie nach Abschluss der Ermittlungen eine Verurteilung für wahrscheinlicher hält als einen Freispruch und damit von einem hinreichenden Tatverdacht ausgeht.

Warum ist frühe Strafverteidigung im Ermittlungsverfahren wichtig?

Im Ermittlungsverfahren werden die Grundlagen für den weiteren Verlauf des Strafverfahrens geschaffen. Frühzeitige Verteidigung ermöglicht Akteneinsicht, die Prüfung von Ermittlungsmaßnahmen und eine abgestimmte Entscheidung über Schweigen oder Einlassung.

Strafverteidiger München – Erfahrungen und Bewertungen von Mandanten

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